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Die Exkursion der Heiligen Drei Könige ins Sauerland

Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte

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Ein wichtiges Datum in der weihnachtlichen Zeit ist der 6. Januar, der Tag der Heiligen Drei Könige. Viel Brauchtum rangt sich um diesen Tag, vielerorts gibt es noch das Dreikönigssingen oder heute besser bekannt als Aktion Sternsingen.





Anrührungsreliquie Friedrich Clute-Simon, Privatbesitz, Foto aus Fickeltünnes e. V. (Hg.), Allendorfer Lesebuch - 600 Jahre Allendorfm Sundern 2006 S. 447

Die Heiligen Drei Könige werden besonders verehrt im Kölner Dom, der Schrein ist eine Weltberühmtheit. Von diesem Glanz blieb aber auch das Sauerland nicht unberührt. Wenig bekannt ist, das die Gebeine dieser Heiligen eine Weile im Sauerland Aufenthalt fanden, eine abenteuerliche und ungewöhnliche Geschichte.

Wir schreiben das Jahr 1794. Französische Revolutionstruppen bedrohen das linksrheinische Köln. In einer Nacht und Nebel Aktion, die Umstände liegen bis heute im Dunkeln, gelingt es den Kölner Domschatz, das Domarchiv und die Dombibliothek und als größten Schatz den Schrein der Heiligen Drei Könige mitsamt den Gebeinen in das damals kurkölnische Sauerland nach Arnsberg zu verbringen. Das Kloster Wedinghausen wird bis 1803 Zufluchtsort der Reliquien, der goldene Schrein, zerteilt in mehrere Einzelteile verlässt Arnsberg eher.

Über die Rückführung der Gebeine im Jahre 1803 sind wird besser informiert. Mit der Ausführung des Transportes wurde, wie auch schon im Jahre 1794, der Allendorfer Fuhrmann Friedrich Clute-Simon beauftragt. Das Bild zeigt den Brief zur Anrührungsreliquie, die Clute-Simon als Dank vom Kölner Domkapitel verliehen bekommten hatte. In Sundern hat man dem mutigen Fuhrmann ein Denkmal gesetzt: Die Weihnachtskrippe in Sundern wird noch heute von historischen Persönlichkeiten der Ortsgeschichte aufgesucht, u.a. trifft man hier auf den Fuhrmann Friedrich Clute-Simon (www.heimatkrippe.de).

Vor allem in Balve sind die Geschehnisse über die Nacht vom 11. auf dem 12. Dezember legendenhaft ausgeschmückt: Von Arnsberg kommend, wurde im Gasthaus des Bürgermeisters Johannes Heinrich Glasmacher übernachtet. Schnell wird, auch bedingt durch die Neugierde des Gastwirts bekannt, welche Personen und vor allem welche Fracht in dieser Adventsnacht, hier rasten. Ob dieses Ereignisses werden die Glocken geläutet – einer Legende zufolge haben die Glocken „von selbst“ angefangen zu läuten - und dadurch den Balvern dieses außergewöhnliche Ereignis kundgetan.

Um an diesen Ereignis zu erinnern erhielt das Gasthaus den Namen „Haus drei Könige“, heute „Hotel Haus Drei Könige“.

Der Stern von Bethlehem hat auch auf diese besondere Weise im Sauerland geleuchtet.

Text: Marita Völmicke

Hier hinterließen die Heiligen Drei Könige ihre Spuren





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