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Scheuerpfähle in Halver

Landmarken und Reibungspunkte

„Scheuerpfähle fürs Volmetal“ - Reibungspunkte und Landmarken

VAKT-Projekt verbindet Kommunen und fördert Kooperation





Scheuerpfahl_Bueren Foto Rüdiger Kahlke

Entlang des Wanderweges X 20, der auf ca. 20 Kilometern Länge Schalksmühle, Halver, Kierspe und Meinerzhagen verbindet, sollen 20 Scheuerpfähle aufgestellt werden. Stämme, die künstlerisch gestaltet sind. Ursprünglich hatten Landwirte Scheuerpfähle auf Weiden gestellt, an denen sich das Vieh schubbern konnte. Jetzt dienen die Kunstwerke, die eine Jury ausgewählt hat, auch im übertragenen Sinn als Scheuerpfähle, als Reibungspunkte, aber auch als Landmarken. Das Projekt wurde vom NRW-Heimatministerium gefördert. Mit dem Vorhaben hat der Kunstverein nicht nur eine Initiative gestartet, die die vier Kommunen verbindet und deren Slogan „Oben an der Volme“ mit Leben erweckt, sondern auch verschiedene Institutionen eingebunde:. Die Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid haben die Schirmherrschaft übernommen, der Fotoverein Halver dokumentierte die Aktion, der Verein Heesfelder Mühle bietet logistische Unterstützung, die VHS Volmetal hat in der Geschichtswerkstatt das Thema angesprochen. Rotary Club, Unternehmen und Kommunen sowie unterstützen das Projekt. In Meinerzhagen zeigten sich Privatleute aufgeschlossen und stellten ihre Grundstücke zur Verfügung.

In Halveraner Ortsteil Schwenke hat ein Bauer die Grenzregion zwischen Sauerland, Ruhrgebiet und Bergischem Land im Blick. In Oeckinghausen steht ein Landschaftswächter auf einer Rinderweide und sieht auf das näher rückende Gewerbegebiet. Am Schleiper Hammer in Kierspe symbolisiert ein Streichholz, dass sich das Volmetal angefangen mit Eisenverhüttung und kleinen Schmieden (Eisen und Feuer) gleichermaßen zur Landwirtschafts- und Industrieregion entwickelt hat. Im Volmepark zeigt ein Scheuerpfahl die Verwurzeltheit mit der Heimat. Weltoffen und bunt, stehen die Tauben auf dem Pfahl in Heed (Meinerzhagen) für Freiheit und Vielfalt. „Scheuerpfähle fürs Volmetal“ heißt das Projekt des Kunstvereins Halver.
Text und Foto: Rüdiger Kahlke